Ziehst du dich an wie ein Clown?

Wenn du dir die Kleidungsstile der vergangenen Jahre anschaust, wirst du feststellen, dass vieles von dem, was kurzzeitig die „Coolen“ getragen haben, heute wieder verschwunden ist.

Dazu müssen wir nur etwas in die Vergangenheit schauen. Ich nehme als Beispiel bekannte Bands / Sänger, weil sie sich modisch kleiden und es von Ihnen Fotos von mehreren Jahren gibt.

1998 sahen die Backstreetboys als zwischenzeitlich am weitesten bekannte Band so aus:

Backstreetboys Kleidung 1998

Heute undenkbar, dass wir so ein Indianerkostüm, eine viel zu kleine Jeans-Jacke oder dieses braun-beige Hemd, das viel zu groß ist tragen.

2002 – also nur vier Jahre später sieht das ganze schon aus heutiger Sicht „normaler“ aus:

Backstreetboys 2002

Was fällt auf? Die Farben sind heller. Der Gürtel ist an der Jeans Pflicht und meist direkt sichtbar und das Shirt steckt oftmals vorne in der Hose.  (Das war ein Trend der damaligen Jahre!)

Mit den Jahren hat sich der Kleidungsstil beim Weggehen verändert und es kamen einige Trends.

Ed-Hardy-Partykleidung

Ed-Hardy-Shirts waren mal eine Zeit lang sehr beliebt. So schnell wie sie gekommen waren, sind sie jedoch auch verschwunden.

Trends kommen und gehen. Wenn man einer der ersten ist, der auf den fahrend Zug mit aufspringt, wird man oftmals als Trendsetter angesehen. Alle, die danach folgen, sind nur noch Nachahmer. Entweder man geht einem Trend mit oder man bleibt so wie man ist, wenn es zu einem passt und man es auch verkörpert.

Auffallende Kleidung (wie z.B. die Ed-Hardy-Shirts) gibt es heutzutage auch noch, die jedoch vermehrt von heranwachsenden Jugendlichen getragen wird. Große Handelsketten wissen Bescheid und wechseln deshalb schnell und regelmäßig verschiedene Stile und Trends, wie der Kleidungsriese H&M zum Beispiel. Daher gibt es auch soviele reduzierte Sachen, weil sich im Lager bereits neue Sachen tummeln und die alten noch nicht verkauft sind. Bei New Yorker kann man das ebenfalls sehr gut sehen.

Wenn du älter als zwanzig Jahre alt bist, gerade in einer Sparzeit oder einfach nur eine zeitlose Kleidung haben möchtest, dann ist dieser Artikel genau richtig für dich.

Darauf solltest Du achten

1. Jeans mit zuvielen künstlichen „Fehlern“ – falsche Farbspritzer, Risse, Löcher, und Ölflecken. Ich vermeide Farbkleckse im allgemeinen und habe Jeans mit Ölflecken nur dann an, wenn ich am Auto schraube 😉 Dazu zählen auch alte, zerissene Jeans, die einfach nur so aussehen, weil sie zu oft getragen wurden. Egal, ob Löcher, starke Verfärbungen, Farbflecken, usw. absichtlich in die Jeans gekommen sind oder von Natur aus passieren, sie sehen für andere Anlässe cool aus, für die Disco sind sie aber meist „too used“, also zu dreckig. Diese Art von Hosen trage ich nicht in Clubs und Diskos, vor allem auch, weil mehr und mehr ordentliche Läden solche Hosen auch nicht akzeptieren und man dann vor der Tür bleiben muss und nicht reinkommt.

Kontrastreiche ausgewaschene Jeans oder dunkele Jeans mit einem stark heller verfärbtem Bereich werden nicht lange im Trend bleiben.

Empfehlung: Setze daher auf klassische Jeans mit einem coolen Schnitt von bekannten Marken wie Jack & Jones, Diesel & Co. Investiere lieber 30-50 Euro mehr in eine Jeans, die Du dann liebend gerne trägst, die Dich und Deinen Körper besser zur Geltung bringt, die länger hält und die nach etwas aussieht, als hier 20 Kröten zu sparen und nichts vernünftiges zu haben! Welcher Schnitt es im Endeffekt ist, ist nicht so wichtig. Lasse Dich beraten. Breite Jeans sind jedoch derzeit weniger angesagt, als engere Jeans!

2. Sichtbare Dinge, die gerade IN sind – das ist etwas, was gerade in Mode gekommen ist und was die meisten Typen in deinem Alter gerade tragen. Im Sommer 2008 z.B. waren Ed Hardy T-Shirts so IN, dass fast jeder zweite sie in einer Disko getragen hat. Davor das Jahr G-Star Shirts. Auch wenn einige Kleidungsstücke davon gut aussehen, schwimmt man zu diesen Zeiten mit dem Strom und fällt nicht auf, sondern geht unter.
Eine zeitlang waren es z.B. auch ausgefallene Shirts meist in grautönen zu denen man einen Modeschal trug. Am Anfang war es noch außergewöhnlich und gut, aber mit der Zeit trugen es mehr und mehr Leute und es war „IN“ und deshalb verpönt.

Empfehlung: Entweder du bist der Trendsetter oder Finger weg vom Trend. Sobald du merkst, dass du mit dem Strom schwimmst, ist es Zeit anzuhalten und nachzudenken. Schau Dich auf Mode-Seiten um oder lies Magazine wie Mens Health oder GQ. Dort siehst Du meist neue Trends oder coole Dinge. Beliebt sind auch Online-Shops, die im Ausland sind, wo Du Klamotten kriegst, die hier in Deutschland noch nicht verbreitet sind. Trau Dich mal etwas zu tragen, was nicht jeder hat, von dem Du aber weißt, dass es z.B. in anderen Ländern gut ankommt.

3. Neonfarben Ich weiß, in den Neunzigern gab es ein mildes Comeback der Skate und Snowboardkleidungsstile, aber sogar diese Comebacks weilen nicht lange. Begrenze einfach die Menge an Neonfarben und heb sie für Karneval auf oder überlass sie der entsprechenden Berufsgruppe. Auch diese T-Shirts, die leuchten oder blinken sind einfach nur arm und für diejenigen gedacht, die sich einen Spaß erlauben wollen.

4. Übertriebene Farben. Alles mit überladenen Farben sollte vermieden werden. Verschiedene Farben auf einem Shirt sind in Ordnung, aber sie sollten dezent sein. Ich möchte hier die mal wieder in Mode gekommenden Looney Tunes Grafiken auf Shirts nicht schlecht reden, die sind in Ordnung. Auf Shirts sind sie in Ordnung, aber vermeidet bloß Farbenvielfalt auf Hemden. Was gar nicht geht, sind Tie-Dye Sachen (Knüpfbatik-Technik).

5. Grafiken oder Schritzüge auf Hosen. Immer wieder wurde es versucht, eventuelle Schriftzüge auf Hosen unterzubringen. Zeitweise wurde es auch vereinzelt angenommen, aber durchgesetzt hat es sich nie. Kennt ihr noch Hosen mit dem „I am rich“-Schriftzug oder bekannte Sachen von G-Star u.Ä.? Sie stehen nicht für einen zeitlosen und bemerkenswerten Kleidungsstil und sollten deshalb auch vermieden werden.

6. Marken oder Logos. Wir bewegen uns in eine Richtung hin, wo Marken und Logos immer unsympathischer werden. Die Zeiten, wo man Nike, Adidas oder auch Fubu, Southpole und wie sie nicht alle heißen, getragen hat sind längst vorbei. Auch zwischenzeitlich, wo es vielleicht IN war Marken wie G-Star, Energy, Tommy Hilfiger und Hugo Boss zu tragen sind nicht mehr aktuell. Mehr und mehr werden Leute in bestimmte Schubladen gesteckt, wenn sie bestimmte Marken tragen. Deshalb mein Rat an dieser Stelle: Weg von teuren Marken hin zu qualitativ guter Kleidung ohne „Schubladeneffekt“.

7. Etwas in Übergröße. Große, baggy Jeans und lange Shirts bringen dich nicht in viele Diskos. Wir trugen Sie in einer kurzen Phase unseres Lebens, meist als Teenager und diese Phase gehört nun der Vergangenheit an. Sogar aktuelle Urban Kleidung ist Diskofreundlich, die über ein gewisses Maß an Bagginess nicht hinausgeht.

Empfehlung: Setze eher auf körperbetonte Kleidung. Meist in Slim-Fit. Wenn Du etwas schicker aussehen möchtest, sollte es ein Hemd sein. Hierzu habe ich einen passenden Artikel geschrieben.

8. Kein Gürtel. Eine Hose ohne Gürtel sind wie Schuhe ohne Schnürsenkel. Ein Gürtel gehört zur Hose und es sieht einfach beschissen aus, wenn Du keinen Gürtel hast. Ziehe also einen passenden Gürtel an (Ja, die Dinger kosten viel Geld, aber Du kaufst Dir nur 4-6 Gürtel, das reicht!). Er sollte von der Dicke zur Hose passen und von der Farbe zu den Schuhen. Damit machst Du nichts verkehrt.

Das waren einige No-Gos und Empfehlungen, die Du beachten solltest, um halbwegs vernünftig in der Disco auszusehen und die gröbsten Fehler zu vermeiden. Schreib mir einen Kommentar, wenn Du spezielle Fragen zu Anziehsachen und dem Klamottenstil hast.

 

9 comments… add one
  • BooBoom88

    Ja stimmt! Die Ed’Hardy sachen sind wirklich geil, doch als die ganzen fiesen typen die getragen haben, hatte ich auf einmal keine lust mehr und hab keine mehr angezogen. man muss immer als erster da sein

  • Lucy

    boah wie mich diese typen immer ankotzen, die ed hardy tragen oder mit ihren g-star shirts da am rand stehen und einen die ganze zeit anklotzen während man tanzt..ich könnt kooooootzen!!!!!!

  • Mausi

    Was ist denn der aktuelle Trend? Erkenne irgendw. keinen!

  • fireball81

    voll gut der beitrag! finde es auch wichtig nen richtigen kleidungsstil zu haben und erkenne das manchmal selbst nicht so recht. frauen legen da sicherlich großen wert drauf, denn für die ist klamotten-shopping das hobbie nr1 ! 😉

    hier stehen jetzt hauptsächlich fehler die man machen kann, weniger was bei mädls gut ankommt. gibts denn gerade ne trendbewegung klamottentechnisch?
    oder allgemein lieber zeitloser kleiden, wenn man kein trendsetter ist?

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